Samstag, 13.07.2024

Digitales Fernsehen: Die Grundlagen und der Wandel der Fernsehtechnologie

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Johanna Meier
Johanna Meier
Johanna Meier ist eine erfahrene politische Journalistin, die sich auf europäische Politik und internationale Beziehungen spezialisiert hat.

Digitales Fernsehen, auch als DVB (Digital Video Broadcasting) bekannt, ist eine Technologie, die es ermöglicht, Fernsehprogramme in digitaler Form zu übertragen. Im Gegensatz zum analogen Fernsehen, das über elektromagnetische Wellen ausgestrahlt wird, erfolgt die Übertragung von digitalem Fernsehen über Datenströme. Digitales Fernsehen bietet zahlreiche Vorteile wie eine höhere Bildqualität, interaktive Funktionen und eine größere Programmvielfalt.

Um digitales Fernsehen empfangen zu können, sind spezielle Empfangsgeräte wie Satelliten- oder Kabelreceiver erforderlich. Die meisten modernen Fernseher sind bereits mit einem digitalen Tuner ausgestattet und benötigen daher keinen zusätzlichen Receiver. Die Umstellung auf digitales Fernsehen hat in vielen Ländern bereits stattgefunden, während andere Länder noch in der Phase der Digitalisierung sind. In Deutschland wurde die analoge Abschaltung im Jahr 2017 abgeschlossen.

Technische Grundlagen des Digitalen Fernsehens

Das Digitale Fernsehen ist ein Übertragungsverfahren, bei dem Bild- und Tonsignale in digitaler Form übertragen werden. Im Gegensatz zum Analogen Fernsehen werden die Signale nicht mehr als elektrische Spannung, sondern als digitale Daten übertragen. Die Digitalisierung des Fernsehens bietet viele Vorteile, wie eine höhere Bild- und Tonqualität, mehr Programmvielfalt und interaktive Dienste.

Übertragungstechniken und -standards

Für die Übertragung der digitalen Signale stehen verschiedene Techniken und Standards zur Verfügung. Die bekanntesten sind DVB-C, DVB-T, DVB-S und DVB-S2. DVB steht für Digital Video Broadcasting und beschreibt den Standard für die Übertragung von digitalen Fernsehsignalen. DVB-C wird über Kabelnetze, DVB-T über Antennen und DVB-S/S2 über Satellit empfangen. DVB-T2 ist eine Weiterentwicklung von DVB-T und ermöglicht eine höhere Bildqualität und mehr Programmvielfalt. DVB-H ist ein Übertragungsstandard für mobile Endgeräte wie Handys und Tablets.

Signalqualität und -verarbeitung

Die Signalqualität beim Digitalen Fernsehen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Empfangsqualität, der Bildqualität und der Tonqualität. Empfangsgeräte wie Tuner oder Set-Top-Boxen sind für die Verarbeitung der digitalen Signale zuständig. Die Signale werden in der Regel im MPEG-Format codiert und können dann vom Empfangsgerät decodiert und auf dem Bildschirm dargestellt werden.

Die Qualität der Bild- und Tonsignale hängt auch von der Signalverarbeitung ab. Digitale Signale sind anfälliger für Störungen als Analoge Signale. Deshalb ist es wichtig, dass die Signalqualität und -verarbeitung optimal ist, um eine gute Bild- und Tonqualität zu gewährleisten. Eine schlechte Signalqualität kann zu Bild- und Tonstörungen führen und das Fernseherlebnis beeinträchtigen.

Insgesamt bietet das Digitale Fernsehen viele Vorteile gegenüber dem Analogen Fernsehen. Durch die Digitalisierung des Fernsehens können mehr Programme und Dienste angeboten werden und die Qualität der Bild- und Tonsignale ist deutlich höher.

Anbieter und Empfangsgeräte

Fernseh- und Radioprogrammanbieter

In Deutschland gibt es eine große Auswahl an Fernseh- und Radioprogrammanbietern. Die meisten Anbieter bieten mittlerweile digitale Signale an, die ein besseres Bild und einen besseren Ton bieten als das alte Analogsignal. Zu den bekanntesten Anbietern gehören die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sowie die privaten Sender RTL, ProSieben und Sat.1.

Neben den klassischen Rundfunkanbietern gibt es auch Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+, die eine große Auswahl an Filmen und Serien bieten. Diese Dienste können über das Internet auf Smart-TVs oder mobile Geräte gestreamt werden.

Geräte und Empfangstechnologien

Für den Empfang von digitalem Fernsehen sind spezielle Geräte wie Receiver oder Set-Top-Boxen notwendig. Diese Geräte wandeln das digitale Signal in ein Bild und einen Ton um, die auf dem TV-Gerät angezeigt werden können. Die meisten modernen Fernseher haben bereits einen digitalen Receiver integriert, sodass kein zusätzliches Gerät notwendig ist.

Es gibt verschiedene Empfangstechnologien wie DVB-T2, DVB-S2 und DVB-C, die jeweils für den Empfang über Antenne, Satellit oder Kabel genutzt werden. Die Wahl der Technologie hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Die Umstellung auf digitales Fernsehen ist mittlerweile in fast allen Haushalten vollzogen worden.

Für den Empfang von HD-Sendern ist ein HD-Receiver oder eine HD-Set-Top-Box notwendig. Zudem gibt es Anbieter wie HD+ oder Sky, die gegen eine monatliche Gebühr zusätzliche HD-Sender und Pay-TV anbieten.

Ein elektronischer Programmführer (EPG) ermöglicht es dem Nutzer, das Fernsehprogramm zeitversetzt zu schauen oder Sendungen aufzunehmen. Die meisten Receiver und Set-Top-Boxen haben einen EPG integriert.

Die Qualität des TV-Bilds hängt von der Bitrate ab. Je höher die Bitrate, desto besser die Qualität des Bildes. Die meisten Anbieter nutzen Verschlüsselungssysteme, um das Signal vor unerlaubtem Zugriff zu schützen. In Deutschland sind die Verschlüsselungssysteme der Anbieter Premiere und Sky weit verbreitet.

Die Umstellung auf digitales Fernsehen bedeutete auch Abschied von den alten analogen Fernsehsignalen. Die Farben des TV-Bilds sind bei digitalem Fernsehen kräftiger und lebendiger als bei Analogfernsehen. Zudem ermöglicht digitales Fernsehen zeitversetztes Fernsehen und eine große Programmvielfalt.

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